Mathematik-Modellierungswoche
Informationen zur Modellierungswoche im Schuljahr 2025/2026
Termin: 15.03.2026 - 20.03.2026
Veranstaltungsort: Fortbildungsakademie Schloss Rechtenthal in Tramin
Abschlusspräsentation am 20.03.2026 um 09:00 Uhr
Anmeldung für Schüler:innen im Januar 2026
Aufgabenstellungen 2025 - Pressemitteilung 2025
Einblick in den Modellierungsablauf und Arbeit währen der Woche in Begleitung einer Gruppe im März 2025 (auf Info Digital)
Interview mit Teilnehmer:innen im März 2024 (auf Info Digital)
Interview mit Teilnehmer:innen im März 2023 (auf Info Digital)
Video zu Eindrücken der Modellierungswoche 2022 (externer Link): Kreativität, Mathematik und Arbeit
Eindrücke der Mathematik-Modellierungswoche 2025
Informationen zur Mathematik-Modellierungswoche
Was ist eine Modellierungswoche?
Ein Keramikkurs? Modellieren mit Ton? Nein, Sie wissen es aus dem Titel: es geht um Mathematik! Modelliert wird während dieser Projektwoche mit Mathematik und zwar werden komplexe reale Probleme aus verschiedensten Bereichen bearbeitet. Die Probleme werden von der Universität Kaiserslautern oder von heimischen Betrieben gestellt.
Für wen finden Modellierungswochen statt?
Die Modellierungswochen sind als besondere Form der Begabungs- und Interessensförderung und der Orientierung für Studium und Beruf gedacht und zwar für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen (13. Schuljahr), die sich besonders für Mathematik interessieren. Dabei nehmen 25 Schüler und 10 Lehrpersonen aus verschiedenen Oberschulen Südtirols teil. Gearbeitet wird in Gruppen zu je fünf Schülern und zwei Lehrern. Betreut werden die Gruppen jeweils von einem Tutor. Die Teilnahme von Lehrpersonen in den Arbeitsgruppen ist sicher eine Besonderheit dieses Projektes: sie bietet jenen, die an neuen, offenen Arbeits- und Lernformen interessiert sind, und bereit sind, sich auf neue Situationen einzulassen, eine gute Möglichkeit zur persönlichen Kompetenzerweiterung und Auseinandersetzung mit einem neuen Rollenverständnis.
Die Idee Modellierungswochen für Schüler zu veranstalten entstand durch die Bekanntschaft des langjährigen Mitarbeiters des Pädagogischen Instituts Herrn Dr. Pöhl Kurt mit Herrn Dr. Neunzert von der Universität Kaiserslautern. Den Bemühungen von Herrn Dr. Pöhl Kurt ist es auch zu verdanken, dass im Oktober 1995 nach Überwindung einiger Hürden bürokratischer Natur die erste Modellierungswoche stattfand und die gesetzten Ziele verwirklicht werden konnten.
Wie aus dem Programmablauf ersichtlich ist, sind Modellierungswochen Tage intensivster Arbeit: eine Woche lang werden Probleme aus der Praxis(Wirtschaft, Technik, Medizin u.a.) mit Hilfe von Mathematik bearbeitet.
Zu den bisherigen Modellierungswochen sind auch jeweils Broschüren mit den von den einzelnen Arbeitsgruppen erstellten Lösungsvorschlägen erschienen, die in der Pädagogischen Fachbibliothek entlehnbar sind.
Ziel dieser Veranstaltung ist, Schüler/innen wie Lehrer/innen unter dem Leitziel "Verstehen und Erarbeiten komplexer Sach- und Sinnzusammenhänge" ein anderes Bild von Mathematik zu vermitteln, wie dies in der Schule sonst nicht in diesem Umfang und dieser Form möglich ist, nämlich jenes wie man Mathematik tatsächlich in Wirtschaft und Industrie einsetzt, wie man mit Mathematik Realität modelliert (hier gründet die Bezeichnung der Woche), welche Einschränkungen man dabei in Kauf nehmen muss, was Mathematik nicht mehr beschreiben kann, wo also Werte und Haltungen von uns Menschen wesentlich mit eingehen.
Gleichzeitig werden neue Methoden und Lernformen erprobt, die in der heutigen Wirtschaft immer stärkere Bedeutung erhalten:
- Arbeiten im Team, Arbeiten an komplexen Fragestellungen die nicht für die Schule vorgefiltert sind,
- Erwerb von Wissen nicht auf Vorrat, sondern bedarfsorientiert (die Problemstellungen verlangen mathematisches, aber auch wirtschaftliches, physikalisches oder informatisches Wissen, das man sich dann ad hoc aneignen muss),
- effiziente Nutzung der "Neuen Medien",
kurz selbstorganisiertes und eigenverantwortliches Lernen im Team.
Die Schülerinnen und Schüler erfahren im Bereich der informationstechnischen Bildung Möglichkeiten und Grenzen von wissenstechnischen Systemen und entwickeln eine bestimmte Medienkompetenz im Umgang mit den Produkten der Informations- und Kommunikationstechnik.
Auch Lehrpersonen bietet diese Woche ungeheure Möglichkeiten, neue Erfahrungen zu sammeln und neue Kompetenzen zu erwerben.
Sonntag
16:30 Uhr: Anreise, Begrüßung und Zimmerzuweisung
Anschließend:
- Offizielle Eröffnung der Veranstaltung
- Vorstellung der Probleme
- Gemeinsames Abendessen
- Einteilung der Arbeitsgruppen
- Kennenlernen und gemütlicher Ausklang
Montag
Arbeit in Gruppen
Dienstag
Vormittag: Arbeit in Gruppen
Nachmittag: Ausflug, Wanderung oder Besichtigung
Abends: Arbeit in den Gruppen
Mittwoch
Arbeit in den Gruppen
Donnerstag
Arbeit in Gruppen: Vorbereitung und Fertigstellung der Präsentation der Ergebnisse
Freitag
Vormittag: Präsentation der Ergebnisse (25 - 30 Minuten pro Gruppe)
Ca. 14 Uhr: Ende der Veranstaltung
2025
- Optimierung der Transportlogistik bei Asphaltierungsarbeiten im Rahmen der Kreislaufwirtschaft im Bausektor
- Schädling im Wandel: Borkenkäferentwicklung unter Klimaveränderungen
- Carsharing – eine sinnvolle Alternative zum eigenen Auto?
- Die habitable Zone von Gaia BH1
- Nachhaltiger Spritzmitteleinsatz in Südtirol
2024
- Bestmögliche Energetische Sanierung eines Wohnhauses
- Relaismatrix für Schnellladesäulen
- Verkehrsmittel Seilbahn – Nachhaltigkeit von Kabinenbahnen
- Optimierung des Wassermanagements im Weinbau
- Wohlfühlen im NOI Techpark Bruneck
2023
- Agri-Photovoltaik
- Lebensdauerabschätzung von Ladesäulen
- Abfallwirtschaft: „Wie weit lässt sich der Verbrennungsofen Bozen
- überlasten?“
- Sport als Medizin
- Paolos Liste
2022
- Beschneiung von Skipisten
- Optimale Nutzung einer Müllverwertungsanalge
- Architekturspiel Urbino - Wer baut die prächtigsten Stadtviertel?
- Frühwarnsystem Kirschessigfliege im Weinbau
2019
- Wasserstoff für die Mobilität
- Ertragsregulierung im WeinbauModellierungswoche 1996Modellierungswoche 1996
- Ausreichend Vorsorgen mit Italiens neuem Rentensystem
- Expressschlinge
- Flatfields für Gummer
2018
- Ermittlung statistisch relevanter Informationen über die Änderung des Faservolumens bei Textilien mittels Auflicht-Mikrofotoaufnahmen
- Wicklung von Filamenten auf zylindrische Spulen
- Erkennen von Anomalien
- Choreographie für Musikbrunnen
- Mixtour - Ein Strategiespiel für Querdenker
2017
- Modellierung nicht-zirkulärer Kettenblätter
- Die Suche nach dem optimalen Einstichraster
- Aufspüren von Schwarzfahrer -Optimierung der Einsätze der Kontrolleure auf dem Verkehrsnetz der SASA
- A Litre of light
- Shiftago
2016
- Skispringen: Ist der Weiteste auch der Sieger?
- Fit wie die Feuerwehr?
- Alles raus - Evakuierung im Brandfall
- Unendliche Weiten - Helligkeit von CY Aqr
- Alles Geld oder was?
2015
- Heizen in Südtirol ohne Gas und Erdöl?
- Isochronen – wie weit komm ich durchschnittlich?
- 7a? 6c? 6c+? Wie schwierig ist eine Kletterroute?
- Rote Backe nach oben
- Qwirkle – Wie viel ist Glück, wie viel Strategie?
2014
- Dimensionierung eines Regenwassertanks
- Geradlauf bei einem Riemen-Transport-Antrieb
- Werden Reiche immer reicher und Arme immer ärmer? – Was ist eine gerechte Gesellschaft?
- Automatische Gesichtserkennung
- Spielstrategien für Blokus
2013
- Beurteilung von Defekten bei Aluminium-Druckgussteilen
- Qualitätsprüfung von Musikinstrumenten
- Optimale Steuerung einer Biegemaschine
- Zeitvorhersage bei Ausdauerläufen in profiliertem Gelände
- Optimale Strategien für das Spiel Tantrix
2012
- Auf dem Weg zum Finale!
- Effekt des Klimawandels auf den Abfluss eines Gebirgsbaches
- Kann Papier sprechen? - Speicherkapazität von 2D Pixel-Mosaiken
- Computertomograph zur Qualitätsüberprüfung von Holzstämmen
2011
- Ubongo!
- Wie gut kann ein Roboter sehen?
- Bessere Zeiten für die Stadt
- Calcolo del tempo di ritorno della portata massima annuale del fiume Adige
- Einmal zum Röntgen - und zurück!
2010
- Wer ist der Beste?
- Unhaltbar?
- Die Magie der 3D-Puzzles
- Hilfe für die GPS-Uhr
- Kosten sparen durch geschicktes Verknüpfen
2008
- Optimale Wurfstrategien beim Dart
- Faire Sitzverteilung bei Wahlen
- Optimal Einparken
- Automatische Rote-Augen-Korrektur für Handys
- Mathematiker gegen Schwarzfahrer?
2006
- Ein neuer Kick für den Cyber-Space
- Konstruktion einer Produktionsstraße
- Munterer Partnertausch beim Marienkäfer
- Beleuchtung einer Skipiste
- Der optimale Freiwurf beim Basketball
2005
- Qualitätskontrolle für Vliesstoffe
- OCR – Optical Character Recognition
- Sterilisation von Nahrungsmitteln
- Chlorierung eines Swimmingpools
2004
- Autopilot für einen Turmdrehkran
- Wie viel Holz bekommt man aus einem Wald?
- Design eines optimalen Ölfilters
- Wie viel Wein ist im Fass?
- Automatisches Lackieren von Autokarosserien
2003
- Wirtschaftlicher Zuschnitt von Profilstäben
- Verbesserte Chancen beim Lotto 6 aus 49?
- Automatisierte Planung von Gebäudegrundrissen
- Werkstückvermessung zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung
- Abstandsmessung in 360° Panoramabildern
2002
- Ölunfall in einer Trinkwasserleitung
- Zahnradkonstruktion für Mikrogetriebe
- Optimale Bewässerung eines Gartens
- Kennzeichnung von geschützten Reptilien und Amphibien
- Bahnfahren attraktiver durch neue Haltepunkte?
2001
- Erosion im kontaminierten Flussbett
- Bestimmung der Drehachse des Kiefergelenks
- Untersuchung der Mikrostruktur von Hartmetallen
- Optimale Konstruktion eines Fadengebergetriebes
- Fischfangquoten als Schutz vor Überfischung
2000
- Weltrekorde in der Leichtathletik
- Datumsschaltung in Analoguhren
- Automatisches Eichen von Druckmessgeräten
- Konstruktion einer Hängevorrichtung für Fernsehkameras
- Stufenlose Sicherheitsverriegelung von Autositzen
1999
- Faire Zonentarife beim Busfahren
- Klassifikation von Schuhsohlen
- Hubrahmeneinsatz in modernen Lagerhaltungssystemen
- Optimaler Einsatz von Strahlenquellen in der Tumorbehandlung
1998
- Kostengünstige Schädlingsbekämpfung in großen Gewächshäusern
- Die Konstruktion einer Großkrananlage nach dem Prinzip des Wippkrans
- Optimale Stationierung von Hubschraubern der Landesflugrettung
- Thermodynamische Auslegung und Optimierung eines Kleinkraftwagens
1996
- Konstruktion eines Scheibenwischergestänges
- Optimale Reparaturplanung für den städtischen Fuhrpark
- Entzerrung von Satellitenbildern
- Komfortable Türscharniere
1995
- Untersuchung eines Airbag Sensors
- Einhaltung von Umweltgesetzen - Klärbecken
- Rekonstruktion von Nähmustern
- Standortwahl eines Zentrallagers
An der Pädagogischen Fachbibliothek können die ausführlichen Dokumentationen der abgehaltenen Modellierungswochen ausgeliehen werden.
Außerdem ist folgende Linkliste und Literaturliste sehr hilfreich.
































