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Qualität im Kindergarten

Kinder machen Aktivitäten im Kindergarten
Kinder machen Aktivitäten im Kindergarten

Die im Jahr 2008 erlassenen Rahmenrichtlinien für den Kindergarten stellen die Grundlage für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Kindergärten dar. Die Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität der pädagogischen Arbeit sind eine permanente Aufgabe für die pädagogischen Fachkräfte. Seit 2010 befassen sich die Führungskräfte im Kindergarten kontinuierlich mit Qualitätssicherung und interner Evaluation. Um die pädagogischen Fachkräfte in diesen Arbeitsbereich einzubeziehen und zu professionalisieren, wurden seit 2012 auf Landesebene wiederholt Lehrgänge und Fortbildungen zu „Evaluation und Qualitätsmanagement“ installiert.

Eine Arbeitsgruppe auf Landesebene hat infolge den ersten Qualitätsrahmen für den Kindergarten erarbeitet.  Er wurde 2017 veröffentlicht und gilt an den deutschsprachigen Kindergärten als Grundsatzdokument für die interne Evaluation. Die dazugehörende Grafik gestaltet sich, ausgehend von der pädagogischen Haltung, Kinder als aktiv Lernende mit dem Recht auf Mitgestaltung, zu begreifen, in drei Dimensionen, die Qualität im Kindergarten ausmachen. Für jeden Kreis sind Kriterien und Indikatoren formuliert, die sich in Form einer „Drehscheibe“ flexibel miteinander kombinieren und konkret in die Hand nehmen lassen.

Qualitätssicherung und -entwicklung

Qualitätsrahmen im Kindergarten (Kreis-Darstellung)
Qualitätsrahmen im Kindergarten (Kreis-Darstellung)

Parallel zur Erarbeitung des Qualitätsrahmens für die interne Evaluation haben die deutschsprachigen Kindergartensprengel unter fachlicher Begleitung in einem partizipativen Prozess Leitbilder und Konzepte für die  Qualitätsentwicklung und -sicherung erstellt. Im Mittelpunkt des Qualitätsdiskurses stehen die Fachkräfte mit ihrem pädagogischen Handeln, welches die Qualität der Bildungsarbeit maßgebend beeinflusst. Kindergartenarbeit maßgebend bestimmen. 

Interne Evaluation

In jedem Kindergartensprengel ist eine aktive Arbeitsgruppe zur internen Evaluation eingesetzt, die für die Umsetzung des Evaluationskonzeptes auf Sprengel- und Kindergartenebene verantwortlich ist. In enger Abstimmung mit der Führungskraft sorgt sie für die Umsetzung von Evaluationsvorhaben und nimmt die Auswertung und Präsentation der Ergebnisse vor, auf die konkrete Maßnahmen zur Optimierung folgen.

Im intensiven Prozess der Einschätzung und Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit wird infolge Selbstwirksamkeit spürbar und ein zielgenauer Einsatz von Kompetenzen und Ressourcen möglich.

Qualitätsrahmen für die Kindergärten aller drei Sprachgruppen

Plan, do, check, act Zyklus in 4 farbigen Klötzen
Plan, do, check, act Zyklus in 4 farbigen Klötzen

Nach einer Phase der systematischen Förderung der internen Evaluation wurden 2021 erste Schritte für den Aufbau der externen Evaluation im Kindergarten unternommen. Ein partizipativer Prozess hatte einen für alle drei Sprachgruppen verbindlichen, gemeinsamen Qualitätsrahmen zum Ergebnis. Dieser wurde 2022 mit Beschluss der Landesregierung (Nr. 206 vom 29. März 2022) gesetzlich verankert. 

Der Qualitätsrahmen sieht – analog zum Qualitätsrahmen im Schulbereich – drei Dimensionen vor:

  • die Inputqualitäten (Kontext und Ressourcen),
  • die Prozessqualitäten (Bildungsangebote und Bildungsziele, Gestaltung der Bildungsprozesse, Kooperation und Netzwerkarbeit, Führung und Koordinierung) und 
  • die Wirkungsqualitäten (Ergebnisqualität).

Jede Qualitätsdimension ist in Qualitätsbereiche, Teilbereiche und Kriterien aufgeschlüsselt.

Die weitere Ausdifferenzierung des Qualitätsrahmens auf der Ebene der Indikatoren erfolgt in den drei Landeskindergartendirektionen individuell, um eine bessere Abstimmung des Qualitätsrahmens auf die unterschiedlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse sowie auf die geltenden Rahmenrichtlinien zu gewährleisten. Die Formulierung von Indikatoren für den deutschsprachigen Kindergarten ist im Aufbau. 

Externe Evaluation im Kindergarten

vier Hände verbinden vier verschiedenfarbige Puzzleteile
vier Hände verbinden vier verschiedenfarbige Puzzleteile

Die externe Evaluation als Chance der Zukunft

Ausgehend vom landesweit verbindlichen Qualitätsrahmen für die Kindergärten aller drei Sprachgruppen wird ein Konzept für die externe Evaluation auf Sprengelebene entwickelt. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der Landesdirektion für den deutschsprachigen Kindergarten und unter garantierter Beteiligung der Führungskräfte und der pädagogischen Fachkräfte der Kindergärten vor Ort.

Im ersten Schritt der externen Evaluation wird den Kindergartensprengeln Rückmeldung zu ihrem internen Qualitätsmanagement gegeben. Ausgehend vom Evaluationskonzept des Sprengels kann ein Feedback zu dessen Arbeitsansatz im Allgemeinen und zur Qualität der internen Evaluation erfolgen. Auf diese Weise erhalten die Kindergartensprengel Impulse und Ideen für die Weiterentwicklung und Professionalisierung der intern verankerten Prozesse des Qualitätsmanagements und implementieren auch die externe Evaluation schrittweise in ihre Reflexionskultur. 

Sobald für die skizzierten Entwicklungsschritte an der Landesevaluationsstelle Expertinnen und Experten aus dem Kindergarten zur Verfügung stehen, kann deren Umsetzung beginnen.  

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