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Vollzeitausbildung

Das Bild zeigt eine Gruppe von Personen in einem Raum mit Ziegelwänden, die auf Stühlen sitzen und sich auf eine Präsentation konzentrieren.
Das Bild zeigt eine Gruppe von Personen in einem Raum mit Ziegelwänden, die auf Stühlen sitzen und sich auf eine Präsentation konzentrieren.

Vollzeitausbildung in deutschsprachigen, berufsbildenden Schulen

Die berufliche Vollzeitausbildung findet in Berufsfachschulen statt. Es gibt Berufsfachschulen, die an den Berufsschulen angesiedelt sind. Andere Schulen sind eigenständig bzw. haben eine andere Bezeichnung (Landesfachschule für Sozialberufe, Fachschulen für Landwirtschaft, Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung, Hotelfachschulen). 

Eine Ausbildung an einer Berufsfachschule dauert je nach Beruf drei oder vier Jahre. In einer Berufsfachschule, die an einer Berufsschule angesiedelt ist und in Berufsbildungszentren wird das erste Jahr als Berufsgrundstufe bezeichnet.

Berufe aus den folgenden Berufsfeldern können im Rahmen einer Vollzeitausbildung an einer Berufsfachschule bzw. Fachschule erlernt werden

Ausbildung zum Schönheitspfleger bzw. zur Schönheitspflegerin

Die Ausbildung beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe  für Handel und Dienstleistungen in den Bereichen Schönheitspflege/Frisur (1. Klasse Berufsfachschule).
Darauf folgen weitere 3 Jahre Ausbildung der insgesamt vierjährigen Berufsfachschule für Schönheitspflege. Neben den allgemeinbildenden Fächern umfasst die Ausbildung die Kernbereiche Werkstoff- und Warenkunde, Ernährungslehre, Anatomie, Dermatologie, Arbeitskunde und EDV-Anwendungen. Dazu kommt ein hoher Praxisanteil an Gesichts-, Fuß- und Körperpflege sowie Haarpflege (erstes und zweites Jahr). Das erste Jahr der Ausbildung  kann auch am Berufsbildungszentrum „C,J. Tschuggmall“ in Brixen und an der Landesberufsschule für Handwerk und Industrie in Bozen besucht werden.

Die Ausbildung wird nach vier Jahren mit der Berufsqualifikation als Schönheitspfleger bzw. Schönheitspflegerin abgeschlossen (Berufsbildungsdiplom).

Ausbildungsorte:

Ausbildung zur Servierfachkraft 

Nach der Berufsgrundstufe für das Gastgewerbe (1. Klasse Berufsfachschule) mit fachpraktischen Übungen zu allen Bereichen sowie theoretischen Grundlagen in Naturwissenschaft werden weitere zwei Jahre Fachausbildung für Service absolviert. 
Die Kernbereiche dieser Ausbildung umfassen neben den allgemeinbildenden Fächern, Restaurantführung und -organisation, Touristik sowie fachbezogenes Italienisch und Englisch und einen hohen Anteil an Praxis im Servieren. 

Die Ausbildung schließt nach drei Jahren mit der Berufsqualifikation als Servierfachkraft ab (Berufsbefähigungszeugnis). 

Im Anschluss ist ein viertes Spezialisierungsjahr als Spezialisierte Fachkraft für den Service und Front Office an dem Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ in Brixen möglich, das mit einem Berufsbildungsdiplom abschließt.

Ausbildungsorte: 

Ausbildung zum/zur Metallfacharbeiter:in mit Robotik und zur Spezialisierten Fachkraft für Maschinenbau 

Die Schülerinnen und Schüler besuchen zunächst die Berufsgrundstufe für Handwerk und Technik mit den Bereichen Elektro/Metall oder Holz/Metall (1. Jahr Berufsfachschule) . Darauf folgen zwei bzw. drei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Metalltechnik, in der eine breite fachliche Grundausbildung im Bereich Metallverarbeitung vermittelt wird. 

Die Ausbildung besteht neben den allgemeinbildenden Fächern aus den Fächern Technische Mechanik, Technologie und Kommunikationstechnik, sowie einem hohen Anteil an Fachpraxis in Verbindungstechnik und Umformen
Auf diesem Ausbildungsweg erwerben die Jugendlichen jenes Wissen und Können, das später mit einschlägiger Praxis den Einstieg in alle Berufe der Metallverarbeitung ermöglicht. 

Die Berufsfachschule für Metalltechnik schließt nach drei Jahren mit einer Berufsqualifikation als Metallfacharbeiter:in (Berufsbefähigungszeugnis) und nach vier Jahren als Spezialisierte Fachkraft für Maschinenbau (Berufsbildungsdiplom) ab. 

Ausbildungsorte: 

Ausbildung zum Mechatroniker bzw. zur Mechatronikerin und zur Spezialisierten Fachkraft für Wartung und Instandhaltung mechatronischer Systeme 

Die Ausbildung beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe für Handwerk und Technik mit den Bereichen Metall und Elektro (1. Jahr Berufsfachschule). Darauf folgen zwei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Mechatronik. 

Neben den allgemeinbildenden Fächern werden hier als Kernfächer Elektrotechnik, Elektronik und Informatik geführt, mit einem hohen Anteil an Praxis in Steuerungstechnik/Elektronik, Mechanik/Metall und Elektrotechnik. Die Jugendlichen erwerben mit dieser Ausbildung alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, um einzelne Maschinen zu komplexen Systemen zu verbinden, elektronisch zu steuern und zu überwachen. 

Die Berufsfachschule für Mechatronik schließt nach drei Jahren mit der Berufsqualifikation als Mechatroniker:in (Berufsbefähigungszeugnis) und nach vier Jahren als Spezialisierte Fachkraft für Wartung und Instandhaltung mechatronischer Systeme (Berufsbildungsdiplom) ab. 

Ausbildungsort:

in den Fachrichtungen 

  • Berglandwirtschaft 
  • ökologische Berglandwirtschaft 
  • Berglandwirtschaft - Nutztierhaltung 
  • Obst- und Weinbau 
  • Obstbau 

Die dreijährige Ausbildung beinhaltet Theorie- und Praxisunterricht. Sie wird ergänzt durch gezielte ein- und mehrwöchige Praktika sowie fachspezifische Schulprojekte (z.B. Forstwirtschaft – Waldarbeiter:in, Produktverarbeitung, Hauswirtschaft, Gartenbau usw.). Sie schließt mit dem erfolgreichen Bestehen der Abschlussprüfung mit dem Berufsbefähigungszeugnis als Fachfrau bzw. Fachmann für Landwirtschaft ab. 

Nach der dreijährigen Ausbildung ist ein viertes Spezialisierungsjahr möglich. Mit dem erfolgreichen Abschluss des 4. Jahres (Spezialisierungsjahr) erhält man das Berufsbildungsdiplom als Landwirtschaftlicher Betriebsleiter bzw. Landwirtschaftliche Betriebsleiterin

Ausbildungsorte: 

Die Hotelfachschule ist 5-jährig und schließt mit der staatlichen Abschlussprüfung (Matura) ab. Nach dem 4. Jahr erwerben die Schülerinnen und Schüler den Berufstitel „Hotelkaufmann bzw. Hotelkauffrau“. Ebenso mit der Hotelfachausbildung verbunden sind die beruflichen zusätzlichen Qualifikationen als Servicefachkraft und als Koch bzw. Köchin. Dazu sind die entsprechenden ergänzenden Prüfungen zu absolvieren. 

Die 1. und 2. Klasse der Hotelfachschule gibt es auch an den Landesberufsschulen „Savoy“ in Meran, „Johannes Gutenberg“ in Bozen und am Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ in Brixen. Nach der 2. Klasse ist ein Praktikum im Bereich Service zu absolvieren. Danach kann man mit der 3. Klasse die Ausbildung an der Landeshotelfachschule „Kaiserhof“ Meran oder der Landeshotelfachschule Bruneck fortsetzen. 

In den ersten zwei Jahren wird den Jugendlichen eine breite Grundausbildung in allen Bereichen der Hotellerie und Gastronomie sowie eine gute Allgemeinbildung vermittelt. Durch den praxisorientierten Unterricht in den Bereichen Service, Kochen und Empfangsdienst soll die Entscheidung über die Berufslaufbahn erleichtert werden. 

Wichtigstes Ausbildungsziel der Hotelfachschule ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, dass sie die betriebswirtschaftlichen und praktischen Abläufe in gastgewerblichen Betrieben kennen und entsprechende Entscheidungs- und Problemlösungsstrategien entwickeln können. Sie können mit Personal und Gästen umgehen und haben die entsprechenden sozialen Kompetenzen. Sie können sich gut in der Öffentlichkeit präsentieren und haben die entsprechenden rhetorischen Fähigkeiten und Kompetenzen. Neben fachlichen Kompetenzen ist auch die Teamfähigkeit sehr wichtig, da im Ausbildungsprozess sehr viele Abläufe, u.a. im Praxisunterricht, in Teamarbeit organisiert sind. 

Arbeitsmöglichkeiten für die Absolventen und Absolventinnen der Hotelfachschule gibt es im mittleren und höheren Führungsbereich von Hotel- und Gastbetrieben, aber auch in anderen Bereichen, wo die oben genannten Kompetenzen und Fähigkeiten von Bedeutung sind. 

Ausbildungsorte 

Die Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung bieten hauswirtschaftliche Ausbildungen in verschiedenen Fachrichtungen an. Nach drei Jahren kann die Ausbildung mit dem Berufsbefähigungszeugnis abgeschlossen werden. Wird ein viertes Jahr angehängt, erhält man das Berufsbildungsdiplom und den Berufstitel der „Spezialisierten Fachkraft für Agrotourismus und Großhaushalte“. 

Fachkraft für Agrotourismus 

In der Fachrichtung Agrotourismus sind Gästebetreuung, Kinderanimation, Zubereitung regionaler Gerichte, Präsentation der Speisen und die Gestaltung erlebnisorientierter Urlaubs- und Freizeitangebote zentrale Themen. Einer Fachkraft für Agrotourismus stehen zusätzliche und neue Berufsfelder im regionalen Tourismus offen. 
 
Die Tätigkeitsbereiche: 

  • Betreuung und Bewirtung der Gäste 
  • Dekorieren und Gestalten der Räume 
  • Verwaltung der Anfragen und Buchungen 
  • Werbung und Marketing 

Fachkraft für hauswirtschaftliche Dienstleistungen 

In der Fachrichtung „hauswirtschaftliche Dienstleistungen“ liegt der Schwerpunkt in der Vorbereitung auf die Tätigkeit in privaten Haushalten und in Betreuungs- und Freizeiteinrichtungen. Raumhygiene, Schaffen eines gesunden und angenehmen Umfeldes in privaten Wohnräumen und Gemeinschaftseinrichtungen sind zentrale Themen. Außerdem das Erbringen von verschiedenen Betreuungs- und Versorgungsleistungen (Wäscherei, Zubereitung und Servieren von Mahlzeiten, Personenbetreuung). Ergänzt werden die Inhalte durch die Verarbeitung von Lebensmitteln für den häuslichen Gebrauch. 

Die Tätigkeitsbereiche: 

  • Zubereiten und Servieren von Speisen und hausgemachten Lebensmitteln, 
  • Organisation der hauswirtschaftlichen Arbeiten und Einhaltung der Hygienestandards in Wohnräumen, 
  • Dekoration, Ausstattung und Wohnraumgestaltung, 
  • Betreuung von älteren Menschen und Kindern. 

Fachkraft für Ernährungswirtschaft 

In der Fachrichtung Ernährungswirtschaft liegt der Schwerpunkt auf der Verarbeitung von verschiedenen Lebensmitteln und Agrarerzeugnissen aus lokaler Produktion (Obst- und Gemüsekonserven, Konfitüren, Backwaren, Fleisch und Wurstwaren, Molkereiprodukte, Wein). Das schließt die Bedienung von Instrumenten und Maschinen für die industrielle oder handwerkliche Lebensmittelherstellung ein. 
 
Die Tätigkeitsbereiche: 

  • Beschaffung, Kontrolle und Zubereitung der Rohstoffe; 
  • Verarbeitung der Rohstoffe und Bedienung der Produktionsanlagen und -geräte. 

Ausbildungsorte: 

Die Fachschule Laimburg in Pfatten bietet ein berufsorientiertes Fachbiennium (2 Jahre) für Gartenbau an. 

Der Besuch des Bienniums ist nicht verpflichtend. Jedoch stellt es eine gründliche Vorbereitung auf die Ausbildung im Gartenbaubetrieb dar. 

Zum Erreichen des Berufsabschlusses als Gärtner:in kann anschließend eine 2-jährige Lehre in einem Gartenbaubetrieb mit Berufsschulbesuch in Blockform (duale Ausbildung) absolviert werden. 

Alternativ kann eine 3-jährige Lehre (externer Link) zum Floristen bzw. zur Floristin in einem Gartenbaubetrieb ohne Besuch des Bienniums absolviert werden.  

Beide Ausbildungsschienen schließen mit dem Bestehen der schulischen Prüfung mit dem Berufsbefähigungszeugnis ab. Ist die betriebliche Lehrzeit abgeleistet, kann die Gärtnergesellenprüfung bzw. Gärtneringesellinnenprüfung abgelegt werden. 

Weiterführende Ausbildungen 

Im Anschluss kann ein Spezialisierungsjahr in Vollzeit besucht werden. Angeboten werden die Fachrichtungen 

  • Techniker:in im Gartenbau mit Spezialisierung im Zierpflanzenbau/Endverkauf 
  • Techniker:in im Gartenbau mit Spezialisierung im Garten- und Landschaftsbau 

Schwerpunkte sind die Vermittlung folgender Schlüsselkompetenzen: Spezifische Fachkompetenz im jeweiligen Spezialisierungsbereich 

  • Selbstkompetenz 
  • Zusammenhängende Problemstellungen erkennen und lösen (fächerübergreifende Problemstellungen) 

Das Spezialisierungsjahr schließt mit dem Berufsbildungsdiplom ab. 

Meister:innenausbildung: 

Das Spezialisierungsjahr deckt die theoretischen Inhalte der Vorbereitung auf die Meister:innenprüfung ab. Zusätzlich muss eine 2-jährige Berufspraxis als Gesellin bzw. Geselle in der jeweiligen Fachrichtung des Spezialisierungsjahres nachgewiesen werden. Anschließend kann die Prüfung zur Gärtnermeisterin bzw. zum Gärtnermeister kann abgelegt werden. 

Ausbildungsort: 

Ausbildung zum Fachinformatiker bzw. zur Fachinformatikerin und zur Spezialisierten Fachkraft für Informatik Netzwerktechnik bzw. Spezialisierte Fachkraft für IT-Systemelektronik und Anwendungsentwicklung 

Die Berufsfachschule für Fachinformatik umfasst den Besuch der Berufsgrundstufe (1. Jahr Berufsfachschule)für Handwerk und Technik mit den Bereichen Elektro und Informatik (in Bozen) oder dem 1. Jahr der Berufsfachschule (in Brixen). Darauf folgen zwei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Fachinformatik mit den Kernfächern Elektronik, Elektrotechnik, Mathematik, fachsprachliches Italienisch und Englisch, sowie den Praxisfächern Informatik, Computertechnik, Betriebssysteme und Netzwerktechnik – neben den allgemeinbildenden Fächern, zu denen auch Rechts- und Wirtschaftskunde gehören. 
In dieser Ausbildung erwerben die Jugendlichen das Wissen und Können, das sie zum Einbau und zur Wartung von Informations- und Betriebssystemen in verschiedenen Unternehmen brauchen. 

Die Berufsfachschule für Fachinformatik schließt nach drei Jahren mit der beruflichen Qualifikation als Fachinformatiker:in (Berufsbefähigungszeugnis). In Folge kann ein 4. Spezialisierungsjahr besucht werden, das als Spezialisierte Fachkraft für Informatik-Netzwerktechnik bzw. Spezialisierte Fachkraft für IT-Systemelektronik und Anwendungsentwicklung (Berufsbildungsdiplom) abgeschlossen wird. 

Ausbildungsorte: 

Ausbildung zum Damen- oder Herrenschneider bzw. zur Damen- oder Herrenschneiderin 

Der Besuch der Berufsfachschule für Bekleidung und Mode stellt eine Vollzeitausbildung dar. Sie beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe für Handel und Dienstleistungen (1. Klasse Berufsfachschule). Darauf folgen drei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Bekleidung und Mode. Neben der Allgemeinbildung gibt es die Kernfächer Werkstoff-, Arbeits- und Maschinenkunde sowie Fachzeichnen. Dazu kommt eine hohe Stundenzahl an Fachpraxis in Entwerfen und Gestalten. 

Die Ausbildung schließt nach drei Jahren mit dem Berufsbefähigungszeugnis als Fachkraft für Mode und Bekleidung  (Damen- oder Herrenschneider bzw. Damen- oder Herrenschneiderin) ab. 

Ausbildungsort: 

Ausbildung zum Bäcker bzw. Bäckerin oder Konditor bzw. Konditorin 

Die Berufsfachschule für Bäckerei und Konditorei bietet eine Vollzeitausbildung zum Bäcker bzw. Bäckerin oder zum Konditor bzw. Konditorin an. Die Ausbildung beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe (1. Klasse Berufsfachschule) für das Nahrungsmittelgewerbe. Darauf folgen zwei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Bäckerei und Konditorei. Die dreijährige Ausbildung schließt mit dem Berufsbefähigungszeugnis ab. 

Der Kernbereich der Ausbildung umfasst allgemeinbildende Fächer, Praxisunterricht und Unterricht in Fachtheorie. Dazu gehören Unterrichtsfächer wie Arbeitskunde, Rohstoffkunde sowie Ernährungslehre. 

Außerdem erwerben die Jugendlichen hier das grundlegende Wissen über Zusammenarbeit im Team, selbstverantwortliche Übernahme von umfassenden Aufgaben, Organisationskompetenz und Berufsethik. Die Ausbildung schließt mit der Berufsqualifikation als Bäcker bzw. Bäckerin oder Konditor bzw. Konditorin ab (Berufsbefähigungszeugnis). 

Anschließend ist der Besuch eines 4. Spezialisierungsjahres als Spezialisierte Fachkraft für das Nahrungsmittelgerwerbe - Patisserie möglich, das mit einem Berufsbildungsdiplom abgeschlossen wird.

Ausbildungsort: 

Ausbildung zum Mediengestalter bzw. zur Mediengestalterin und zur Spezialisierten Fachkraft für Mediengestaltung für Digital- und Printmedien 

Die Ausbildung beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe für Medien- und Drucktechnik (1. Jahr Berufsfachschule). Hier werden die Grundlagen im Bereich Druck und Medien erworben. Darauf folgen zwei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Mediengestaltung mit einer ausgewogenen Allgemeinbildung und den Kernfächern Medientechnologie und Medienprodukte. Weitere Schwerpunkte sind Entwerfen und Gestalten und ein Fachpraxisunterricht in Medientechnik, in Fertigung und Gestaltung. 

Die Berufsfachschule für Mediengestaltung schließt nach drei Jahren mit der Berufsqualifikation Mediengestalter:in (Berufsbefähigungszeugnis) und nach vier Jahren als Spezialisierte Fachkraft für Mediengestaltung für Digital- und Printmedien (Berufsbildungsdiplom) ab. 

Ausbildungsort: 

Der Lebensmitteltechniker bzw. die Lebensmitteltechnikerin arbeitet im einem Früchte-verarbeitenden Betrieb vor allem in der Verarbeitung und Hygiene, sowie im Labor und der Mikrobiologie. Hergestellt werden vom Mineralwasser über Limonaden, Fruchtsäfte, Nektare, Konfitüren, auch Bier, Weine, Destillate und vieles mehr. 

Die Ausbildung erfolgt praxisnah in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband in vier Vollzeitschuljahren, eingeteilt in zwei Biennien: 

  • Schwerpunkte des 1. Bienniums (1. + 2. Klasse) sind neben der Allgemeinbildung die Grundlagen im Bereich der Produktion von Früchten, Früchte-verarbeitende Mikrobiologie, Chemie, Hygiene und Ernährung. 
  • Schwerpunkte des 2. Bienniums (3. + 4. Klasse) sind neben der Allgemeinbildung die fachspezifische Ausbildung in der Lebensmittelproduktion im Bereich der Früchteverarbeitung und auch 4- bzw. 8-wöchige Praktika in Betrieben der fruchtverarbeitenden Lebensmittelindustrie. 

Nach der Abschlussprüfung zum Lebensmitteltechniker bzw. Lebensmitteltechnikerin (Berufsbildungsdiplom) kann ins Berufsleben eingestiegen werden oder der Maturaführende Lehrgang (5. Klasse) besucht werden. 

Ausbildungsort: 

Ausbildung zum Koch bzw. zur Köchin und zur Spezialisierten Fachkraft für das Nahrungsmittelgewerbe - Patisserie

Die Ausbildung beginn mit der Berufsgrundstufe für das Gastgewerbe (1. Klasse Berufsfachschule). Die Berufsgrundstufe beinhaltet fachpraktische Übungen zu allen Bereichen des Gast- und Nahrungsmittelgewerbes sowie theoretischen Grundlagen in Naturwissenschaft und Technik. Darauf folgen zwei Jahre Fachausbildung für Kochen. 
Neben den allgemeinbildenden Fächern liegt der Schwerpunkt auf den Kernfächern Koch- und Speisenkunde sowie Ernährungslehre und Nahrungsmittelkunde. Dazu kommt ein hoher Anteil an Fachpraxis Kochen. 

Die Ausbildung schließt nach drei Jahren mit einer Berufsqualifikation als Köchin bzw. /Koch (Berufsbefähigungszeugnis).

Anschließend kann am Berufsbildungszentrum "Emma Hellenstainer" in Brixen ein 4. Spezialisierungsjahr besucht werden, das als Spezialisierte Fachkraft für das Nahrungsmittelgewerbe - Patisserie (Berufsbildungsdiplom) abgeschlossen wird. 

Ausbildungsorte: 

Ausbildung zum Tischler bzw. zur Tischlerin und zur Spezialisierten Fachkraft für Möbelbau 

Die Berufsfachschule für Holztechnik ist eine Vollzeitausbildung und beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe für Handwerk und Technik mit den Bereichen Bau/Holz, Elektro/Holz oder Metall/Holz (1. Jahr Berufsfachschule). Darauf folgen zwei bzw. drei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Holztechnik. 

Die Ausbildung umfasst neben den allgemeinbildenden Fächern eine hohe Anzahl von Stunden an praktischen Übungen und einem angemessenen Anteil an Fachtheorie. Die Schülerinnen und Schüler besuchen Unterrichtsfächer wie Fachrechnen, Stilkunde, Fachzeichnen, Arbeits-, Werkstoff-, Geräte- und Maschinenkunde sowie Raumgestaltung. 
Dieser Ausbildungsweg vermittelt Fähigkeiten und Kenntnisse, die zur Planung und Herstellung von Möbelstücken gebraucht werden und macht mit den Grundzügen der Raumgestaltung vertraut. Außerdem erwerben die Jugendlichen hier das grundlegende Wissen über die Abläufe im Betrieb sowie über einschlägige Bestimmungen und Auflagen im Bereich Arbeitssicherheit

Die Berufsfachschule für Holztechnik schließt nach drei Jahren mit einer Berufsqualifikation als Tischler:in (Berufsbefähigungszeugnis) und nach vier Jahren als Spezialisierte Fachkraft für Möbelbau (Berufsbildungsdiplom) ab. 

Ausbildungsorte: 

Ausbildung zum Verkäufer bzw. zur Verkäuferin oder Verwaltungsfachkraft und zur Spezialisierten Fachkraft für Verkauf oder Spezialisierten Fachkraft für Verwaltung

Die Berufsfachschule für Handel und Dienstleistungen beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe für Handel und Dienstleistungen (1. Klasse Berufsfachschule). Darauf folgen zwei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Handel und/oder Verwaltung

In der 3. Klasse kann man sich entscheiden, ob man Verkäufer bzw. Verkäuferin oder Verwaltungsfachkraft werden möchte. Für Verkäufer:innen sieht der Stundenplan neben den allgemeinbildenden Fächern die Kernfächer Warenkunde, Verkaufskunde, Fachrechnen und Werbetechnik mit einer hohen Stundenzahl an Praxis in Werbetechnik und Verkauf vor. 
Für Verwaltungsfachkräfte hingegen ist neben Fachrechnen vermehrt Bürotechnik und Buchhaltung sowie ein intensives Praktikum in EDV-Anwendungen und Lernbüro vorgesehen. 
Diese Vollzeitausbildung vermittelt die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten, die eine gute Fachkraft in Handel und Verwaltung in den Bereichen Einkauf, Verkauf, Buchhaltung und/oder Kundenbetreuung oder in der allgemeinen Verwaltung usw. braucht. 

Die Berufsfachschule für Handel und Dienstleistungen schließt nach drei Jahren mit der Berufsqualifikation als Verkäufer bzw. Verkäuferin oder Verwaltungsfachkraft (Berufsbefähigungszeugnis) und nach vier Jahren im Bereich des Handels als Spezialisierte Fachkraft für Verkauf (Berufsbildungsdiplom) und im Bereich der Verwaltung als Spezialisierte Fachkraft für Verwaltung ab. 

Ausbildungsorte: 

Die Fachschule Laimburg in Pfatten bietet ein berufsorientiertes Fachbiennium (2 Jahre) für Gartenbau und Floristik an. 

Der Besuch des Bienniums ist nicht verpflichtend. Jedoch stellt es eine gründliche Vorbereitung auf die Ausbildung im Floristikbetrieb dar. 

Zum Erreichen des Berufsabschlusses als Florist bzw. Floristin kann anschließend eine 2-jährige Lehre in einem Floristikbetrieb mit Berufsschulbesuch in Blockform (duale Ausbildung) absolviert werden. 

Alternativ kann eine 3-jährige Lehre (externer Link) in einem Floristikbetrieb ohne Besuch des Bienniums absolviert werden. Dazu ist im 1. Lehrjahr der Berufsschulbesuch in Hall in Nordtirol vorgesehen. 

Beide Ausbildungsschienen schließen mit dem Bestehen der schulischen Prüfung mit dem Berufsbefähigungszeugnis ab. Ist die betriebliche Lehrzeit abgeleistet, kann die Floristikgesellen- bzw. Floristikgesellinnenprüfung abgelegt werden. 

Ausbildungsort: 

  • Fachschule Laimburg 

Ausbildung zum Elektrotechniker bzw. zur Elektrotechnikerin und zur Spezialisierte Fachkraft für Industrie- und Gebäudeautomation 

Die Ausbildung beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe für Handwerk und Technik mit den Bereichen Holz und Elektro, Metall und Elektro oder Elektro und Informatik (1. Jahr Berufsfachschule). Darauf folgen zwei Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Elektrotechnik mit den Kernbereichen Elektrotechnik, Digitaltechnik und Installationskunde

Neben einer ausgewogenen Allgemeinbildung erhalten die Jugendlichen Praxisunterricht in Elektrotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Elektronik, Pneumatik und Hydraulik. 

Die Berufsfachschule für Elektrotechnik schließt nach drei Jahren mit einer Berufsqualifikation als Elektrotechniker:in für Gebäude- und Infrastrukturtechnik (Berufsbefähigungszeugnis).

Anschließend kann ein 4. Spezialisierungsjahr besucht werden, das man als Spezialisierte Fachkraft für Industrie- und Gebäudeautomation (Berufsbildungsdiplom) abschließt. 

Ausbildungsorte: 

Ausbildung zum Baufacharbeiter bzw. zur Baufacharbeiterin 

Die Ausbildung beginnt mit dem Besuch der Berufsgrundstufe für Handwerk und Technik im Bereich Bau/Holz (1. Jahr Berufsfachschule). Darauf folgen zwei weitere Jahre Fachausbildung im Berufsfeld Bautechnik
Sie beinhaltet praktische Konstruktionsarbeiten, ein bautechnisches Praktikum, ein Baulaboratorium sowie Projektarbeiten. Ziel des Theorieunterrichtes ist es, das Verständnis über die Konstruktion, Errichtung und Ausstattung von Bauwerken zu vermitteln. Eine angemessene allgemeine und betriebswirtschaftliche Bildung gehört dazu. 

Der erste Lernbereich umfasst die allgemeinbildenden Fächer. Hier werden vorwiegend kommunikative, soziale und persönliche Kompetenzen erworben. 

Der zweite Lernbereich ist stark fachbezogen und legt den Grundstein für die Vertiefungsrichtungen. Dazu gehören Massivbau, Holzbau und Trockenbau mit den Fächern Fachmathematik und Kommunikationstechnik, Baustofftechnologie und Baukonstruktion sowie Entwurfsplanung (CAD) und Baubetrieb. Hier werden fächerübergreifende Projektarbeiten angefertigt. 

Ein dritter Lernbereich ist stark praxisbezogen und ermöglicht das theoretische Wissen in der Praxis anzuwenden. Hier werden Modellhäuser vom Fundament bis zum Dach im Maßstab 1:1 nachgebaut. 

Die Berufsfachschule für Bautechnik schließt nach drei Jahren mit einer Berufsqualifikation als Baufacharbeiter bzw. Baufacharbeiterin (Berufsbefähigungszeugnis) ab. Es besteht die Möglichkeit ein Spezialisierungsjahr (4. Jahr) anzuhängen. Dieses wird als Spezialisierte Fachkraft für Bautechnik mit dem Berufsbildungsdiplom abgeschlossen. Es ist die Voraussetzung, um den Maturaführenden Lehrgang zu besuchen, der mit der staatlichen Abschlussprüfung (Matura) abschließt. 

Lehrpläne und Stundentafeln (für alle Ausbildungsorte gleich) 

Ausbildungsorte: 

Zugang zu dieser Ausbildung haben: 

  • Absolventen und Absolventinnen einer fünfjährigen Oberschule 
  • Dipl. Sozialbetreuer:innen 
  • Inhaber:innen des Diploms der 3-jährigen Fachschulen für Hauswirtschaft 
  • Dipl. Tagesmütter bzw. Tagesväter mit nachgewiesener 8-jähriger Berufserfahrung 

Für alle Bewerber:innen dieser Ausbildung wird ein Aufnahmeverfahren durchgeführt, in dem die Berufserfahrung im sozialpädagogischen Bereich bzw. in der Betreuung und Erziehung von Kindern sowie die grundsätzliche Eignung für diesen Beruf geprüft und bewertet werden. 

Die Ausbildung dauert 1 Jahr. Der Unterricht ist auf ca. 32 Wochenstunden verteilt; die schulbegleitenden Praktikumseinsätze finden in Kinderhorten beziehungsweise in stationären und teilstationären Einrichtungen für Kinder statt. 

Ausbildungsort: 

Die Schule bietet drei Ausbildungswege an: die Berufsfachschule, eine Vollzeitausbildung und eine berufsbegleitende Ausbildung.

Die Berufsfachschule für Pflege und Soziales ist eine 4jährige Vollzeitausbildung für Jugendliche, die in Einrichtungen des sozialen und sanitären Bereichs tätig sein wollen. Aufnahmebedingung ist der Abschluss der Mittelschule. Die Berufsfachschule für Pflege und Soziales erfüllt die Schul- und Bildungspflicht.

Der Unterricht findet von Montag bis Freitag statt und ist auf 36 Wochenstunden verteilt. In den ersten zwei Schuljahren setzen sich die SchülerInnen mit allgemeinbildenden Fächern (Deutsch, Italienisch, Englisch, Mathematik, Zeitgeschichte usw.) als auch mit so genannten Profilbereichen wie Naturwissenschaft, Kommunikation und Gesellschaft, Gesundheit und Hygiene sowie den Themen Wohnen und Ernährung auseinander.
Im stark berufsspezifischen zweiten Biennium sind zusätzlich zu den allgemeinbildenden Fächern und spezifischen fachtheoretischen Inhalten auch zwölf Wochen Praktikum in Sanitäts- und Sozialeinrichtungen vorgesehen.
Die AbsolventInnen der vierjährigen Ausbildung sind diplomierte Pflegehelfer:innen (Berufsbildungsdiplom). Es besteht für Interessierte die Möglichkeit, ein zusätzliches fünftes Schuljahr mit der Staatlichen Abschlussprüfung abzuschließen.

Für Personen mit einem Mittelschulabschluss und einem Mindestalter von 17 Jahren (Vollzeitausbildung) bzw. 18 Jahren (berufsbegleitend), gibt es 2 weitere Ausbildungswege. Für den Zugang ist ein dreiwöchiges Vorpraktikum in Sozialdiensten vorgesehen. 

  • Die Vollzeitausbildung dauert 1 Jahr und umfasst 1.200 Stunden. Der Unterricht ist auf 37 Wochenstunden verteilt, die Fachpraxis erfolgt in schulbegleitenden Praktikumseinsätzen in Einrichtungen des sozialen und sanitären Bereichs (Seniorenwohnheime, ambulanten Diensten, Krankenhäusern usw.)
  • Eine 2jährige berufsbegleitende Ausbildung, die in Blockveranstaltungen durchgeführt wird. Die Ausbildung umfasst 750 Stunden Theorie 450 Stunden Praktikum in Einrichtungen des sozialen und sanitären Bereichs. Die Arbeitstätigkeit in diesen Bereichen wird zum Teil als Praktikum anerkannt.

Beide Ausbildungen schließen mit der beruflichen Qualifikation als Pflegehelfer bzw. Pflegehelferin ab. 

Ausbildungsort: 

Zu dieser Ausbildung zugelassen werden Bewerber:innen nach einem vierwöchigen Vorpraktikum in Sozialdiensten, die 

  • das 18. Lebensjahr vollendet haben und das Mittelschuldiplom besitzen 
  • zwei Jahre Oberschule oder eine zweijährige berufliche Vollzeitausbildung besucht haben 
  • eine abgeschlossene Lehre aufweisen. 

Absolventeninnen und Absolventen der 3. Klasse der staatlichen Lehranstalt für Soziales können nach einem achtwöchigen Vorpraktikum im Sozialdienst direkt in die 2. Klasse einsteigen. 

Die dreijährige Vollzeitausbildung vermittelt eine gute Allgemeinbildung sowie Wissen und Können in berufsspezifischen Fächern. Der Kernbereich der Ausbildung umfasst sowohl humanwissenschaftliche als auch medizinische, hygienische, rechtliche und wirtschaftliche Fächergruppierungen. 
In den ersten beiden Jahren sind jeweils 25 Wochen Theorie und 10 Wochen Praxis vorgesehen, im dritten Jahr 22 Wochen Theorie und 13 Wochen Praxis. 
Die Ausbildung schließt mit einer beruflichen Qualifikation als Sozialbetreuer:in ab. 

Derselbe Abschluss kann auch auf einem vierjährigen berufsbegleitenden Ausbildungsweg erreicht werden, der aus jährlich 10 Wochen Theorie und 10 Wochen Praktikum besteht. 

Ausbildungsort: 

Suche nach Vollzeitausbildungen an den Berufsschulen

Auf der Website „Ausbildungs-, Studien- und Berufsberatung“ finden Sie alle Vollzeitausbildungen in Südtirol. Filtern Sie bequem nach Gemeinde oder Berufsbereich.

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