Ganzheitliche Bildung im Kindergarten
„Bildung und Lernen sind in einer sich wandelnden Gesellschaft offene, lebenslange Prozesse.“ (RRL, S.13)

Grundsatzdokument - Ganzheitliche Bildung im inklusiven deutschsprachigen Kindergarten in Südtirol
Das Grundsatzdokument wurde von einer Arbeitsgruppe an der Landesdirektion deutschsprachiger Kindergarten ausgearbeitet und gilt als Bezugsrahmen für den Kindergarten zum Schwerpunkt der Deutschen Bildungsdirektion „Wege in die Bildung 2030“.
In Einklang mit den Rahmenrichtlinien für den deutschsprachigen Kindergarten in Südtirol wird das Grundverständnis inklusiver Bildung als ein Leitprinzip der Bildungsarbeit im Kindergarten aufgeschlüsselt: Die in der grafischen Darstellung als Kreise aufgezeigten vier Dimensionen vertiefen das ganzheitliche Verständnis von Bildung und Bildungsprozessen im Kindergarten.

Bildungsphilosophie
Dem deutschsprachigen Kindergarten in Südtirol liegt eine Bildungsphilosophie zugrunde, die geprägt ist von Offenheit und einem ganzheitlichen, stärkeorientierten Blick auf jedes einzelne Kind und die Kindergartengemeinschaft

Bildungsvisionen und Bildungsfelder
Die Bildungsvisionen durchdringen das gesamte pädagogische Handeln. Die Bildungsfelder zeigen die alltägliche Handlungsebene des Kindergartens auf, sie stellen den Rahmen, innerhalb welchem kindgerechte und entwicklungsangemessene Lernprozesse organisiert werden.

Inklusive Bildung
Das Konzept der inklusiven Bildung hat zum Ziel Bildungsbarrieren abzubauen und Teilhabe und Bildung für alle zu ermöglichen. Inklusive Bildung führt alle Kinder, mit ihren einzigartigen Identitätsmerkmalen von Sprache(n), Kultur, Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, Begabungen und körperliche Individualitäten, zu einer vielfältigen Lerngemeinschaft zusammen.

Sprachliche Bildung
Der Spracherwerb ist ein eigenaktiver, kreativer Prozess. Wir können als Erwachsene den Lernenden diesen Prozess nicht abnehmen, Spracherwerb kann nicht gelehrt werden. Wir können lediglich Bedingungen und Anregungen schaffen, die eigenaktives Lernen fördern. Denn: „Das Kind lernt von selbst – aber nicht von allein.“ (Heiko Balhorn - aus Sprachenkonzept, S.9).