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PISA 2018

PISA-Studie 2018: Südtirols Schule schneidet gut ab

Die internationale Leistungserhebung PISA 2018 hat Südtirols Schule in allen drei erhobenen Kompetenzen - Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften - ein gutes Zeugnis ausgestellt. Die deutsche Schule schneidet besonders gut ab: Im Vergleich zu den Erhebungen von 2012 und 2015 sind die Leistungen der getesteten 15-Jährigen im Lesen gleichbleibend, in den Naturwissenschaften haben sie etwas abgenommen, während in Mathematik der Trend nach oben zeigt.

Besonders gute Ergebnisse für die deutsche Schule

Besonders gut schneidet die deutschsprachige Schule in Südtirol ab. In Mathematik werde mit 534 Punkten ein Wert erzielt, der im internationalen Vergleich im obersten Segment liege, auch im Lesen seien die 505 Punkte überdurchschnittlich. Immer noch gut, aber niedriger als in den Vorjahren ist das Ergebnis der Naturwissenschaften mit 510 Punkten (2019: 522, 2015: 530).

Bei einem Vergleich der deutschsprachigen Länder erzielt die deutsche Schule in Südtirol ein deutlich besseres Ergebnis als die Schweiz und Österreich, in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland liegen keine signifikanten Unterschiede vor. Im internationalen Vergleich belegen vier chinesische Regionen, die am Test teilgenommen haben, die vier ersten Positionen.

Weltweit 600.000 15-Jährige, davon 1549 in Südtirol

An der PISA-Studie 2018 haben in Südtirol 1549 Mädchen und Buben von insgesamt 5033 fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schüler teilgenommen. An den deutschen und ladinischen Schulen sind die Schülerinnen und Schüler relativ gleichmäßig auf die verschiedenen Schultypen verteilt (Gymnasien: deutsche Schule 36%, Schulen ladinischer Ortschaften 49%; Fachoberschulen: deutsche Schule 36%, Schulen ladinischer Ortschaften 51%; Berufsbildung 28% für ladinische und deutsche Schulen), während 42 Prozent der italienischen Schülerinnen und Schüler dieser Altersgruppe ein Gymnasium besuchen. An den deutschen und ladinischen Schulen sind bei den Fünfzehnjährigen die Mädchen gegenüber den Buben in deutlicher Überzahl (62% bzw. 53%), während sie an den italienischen Schulen nur 44 Prozent ausmachen.

PISA 2018

Insgesamt wurden im Rahmen der PISA-Studie 2018 etwa 600.000 15-Jährige aus 79 Ländern und Regionen getestet. PISA steht für Programme for International Student Assessment und ist die weltweit größte Schulleistungsstudie. Sie wird seit dem Jahr 2000 alle drei Jahre umgesetzt. Ausgerichtet wird PISA von der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Schwerpunkt von PISA 2018 war die Lesekompetenz. Die Fünfzehnjährigen mussten etwa Informationen in einem Text suchen, deren Bedeutung wiedergeben und die Qualität und Glaubwürdigkeit einschätzen. Dazu bearbeiteten sie Fragen aus dem mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Die Schülerinnen und Schüler beantworteten außerdem Fragen zu ihrem familiären und sozialen Hintergrund sowie zu ihren Ansichten zur Schule.

Im April 2020 ist eine Sonderausgabe der Informationsschrift „Info“ der Deutschen Bildungsdirektion erschienen. Die Publikation fasst die wichtigsten Ergebnisse der deutschsprachigen Schule in Südtirol zusammen. Erstellt wurde sie von der Landesevaluationsstelle für das deutschsprachige Bildungssystem in Südtirol. 

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