Sprachförderkurse für Schüler*innen in Bozner Ober- und Berufsschulen gestartet
Eine lohnende Initiative der Sprachenzentren
Die Deutschkurse − auch als Netzwerkkurse bekannt − werden in unterschiedlichen Sprachniveaus angeboten: als Intensivkurse für Anfänger*innen ohne Vorkenntnisse bis hin zu Schreibwerkstätten für Fortgeschrittene.
Von den Schülerinnen und Schülern selbst werden sie als sehr positiv wahrgenommen: Sie finden außerhalb der Unterrichtszeit statt, am Nachmittag, sodass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keinen Unterricht versäumen. Sie lernen am Vormittag gemeinsam mit den anderen im Unterricht in der Klasse, selbst wenn sie noch sehr geringe Deutschkenntnisse habe. Die drei Lehrerinnen, die in den Deutschkursen unterrichten, unterstützen ihre Schützlinge zusätzlich auch im Unterricht an der Schule, auch damit die Fachsprache nicht zu kurz kommt.
„Zwischen 60 und 80 Jugendliche werden jedes Jahr in unsere Kurse eingeschrieben“, berichtet Silvia Hofer, Beraterin am Sprachenzentrum Bozen in der Pädagogischen Abteilung.
Organisiert werden die Kurse nicht nur in Bozen und nicht nur an den Schulen mit deutscher Unterrichtssprache: „Netzwerkkurse für Deutsch, wie jene in Bozen, werden auch in anderen großen Schulzentren – Meran, Brixen und Bruneck – organisiert. In Bozen gibt es zudem ein sehr großes Angebot für Italienisch an den Mittel-, Ober und Berufsschulen mit italienischer Unterrichtssprache“, betont Inge Niederfriniger, Leiterin der Sprachenzentren. Seit ihrer Einrichtung durch die Landesregierung 2007 unterstützen die Sprachenzentren sprachgruppenübergreifend Kindergärten und Schulen durch verschiedene Angebote, von denen Sprachkurse nur ein kleiner, wenn auch sehr wichtiger Teil sind.
sh/vh/lpa