Oberschule in Südtirol
Nach der Oberschule treten die Abgängerinnen und Abgänger in die Arbeitswelt ein oder beginnen ein Hochschulstudium
Die Oberschulen Südtirols gliedern sich in Gymnasien und Fachoberschulen. Beide sind fünfjährig und schließen mit der Reifeprüfung (ehemals Matura) ab.
In Südtirol gibt es 21 Oberschuldirektionen, die teils verschiedene Schultypen umfassen, und drei gleichgestellte Oberschulen.
Die Oberschulen bilden gemeinsam mit den zehn Landesberufsschulen und den acht Landesfachschulen die Oberstufe in Südtirol.
Gliederung der Unterrichtszeit
Die verpflichtende Unterrichtszeit umfasst die verbindliche Grundquote mit allen Fächern und fächerübergreifenden Angeboten.
Schülerinnen und Schüler haben zusätzlich die Möglichkeit, Wahlangebote der Schule in Anspruch zu nehmen.
Der Wahlbereich zielt auf die Förderung der Interessen, Neigungen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler.
Die Bildungswege der Gymnasien und der Fachoberschulen sind fünfjährig und gliedern sich in folgende didaktische Abschnitte:
- zwei Biennien: 1. und 2. Klasse, 3. und 4. Klasse
- fünftes Jahr: 5. Klasse
Gliederung der Gymnasien und Fachoberschulen
Gymnasien
- Klassisches Gymnasium
- Sprachengymnasium
- Realgymnasium
- Schwerpunkt Angewandte Naturwissenschaften
- Sozialwissenschaftliches Gymnasium
- Schwerpunkt Volkswirtschaft
- Kunstgymnasium mit zwei Fachrichtungen
- Bildende Kunst
- Grafik
Fachoberschulen
- Bereich Wirtschaft mit zwei Fachrichtungen
- Verwaltung, Finanzen und Marketing
- Tourismus
- Bereich Technologie mit acht Fachrichtungen
- Mechanik, Mechatronik und Energie
- Transport und Logistik
- Elektronik und Elektrotechnik
- Informatik und Telekommunikation
- Grafik und Kommunikation
- Chemie, Materialien und Biotechnologie
- Landwirtschaft, Lebensmittel und Verarbeitung
- Bauwesen, Umwelt und Raumplanung
Die Adressen der Oberschulen in Südtirol
Migration und Integration
Migration - Sprachenzentren
Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund werden in Südtirol aufgrund ihres Alters oder aufgrund ihrer bereits erworbenen Kompetenzen im Herkunftsland einer Regelklasse oder einer Gruppe im Kindergarten zugewiesen. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren der Sprachenzentren unterstützen und begleiten die Kindergärten und Schulen bei der Planung und Durchführung geeigneter Maßnahmen für eine erfolgreiche sprachliche und soziale Integration.
Integration und Inklusion
Der Grundstein für den gemeinsamen Unterricht aller Schülerinnen und Schüler wurde mit der Einführung der Einheitsmittelschule in Italien im Jahr 1962 gelegt. Im Jahr 1971 wurde die Sonderschule teilweise, im Jahr 1977 zur Gänze abgeschafft. Seither besuchen alle Kinder, mit und ohne Beeinträchtigung, gemeinsam die Schule.
Mehr zur Integration und Inklusion von Schülerinnen und Schülern finden Sie unter "Didaktik und Beratung" auf dieser Website.
Autonome Quote der Schulen
Die Schulen können die in den jeweiligen Stundentafeln der Rahmenrichtlinien angeführten Stundenkontingente der einzelnen Fächer im jeweiligen didaktischen Abschnitt im Ausmaß von höchstens 20 Prozent reduzieren, um andere bestehende Fächer oder die fächerübergreifenden Lernangebote zu potenzieren oder um neue Fächer einzuführen. Von den Kürzungen ausgenommen sind Fächer, deren Jahresstundenkontingent im Schnitt nur 28 Stunden beträgt.
Bewertung
Für die Oberschulen sind die Beschlüsse der Landesregierung vom 3. Dezember 2012, Nr. 1798 (externer Link) und vom 4. Juli 2011, Nr. 1020 (externer Link) relevant.